Die Arbeitsförderung ist im Dritten Sozialgesetzbuch (SGB III) geregelt. Dessen Ziel ist es, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Hierzu gehört die Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, genauso wie die materielle Absicherung durch das Arbeitslosengeld. Vorrangig ist, möglichst viele Frauen und Männer in Beschäftigung oder Ausbildung zu bringen. Mit dem SGB III sollen ihre Erwerbschancen verbessert werden. Die Bundesagentur für Arbeit setzt gemeinsam mit den Regionaldirektionen und den Agenturen vor Ort das SGB III in die Praxis um.

Seit Januar 2005 gibt es neben dem SGB III auch das SGB II - die Grundsicherung für Arbeitsuchende - die sog. Hartz IV Gesetzgebung. Das SGB II enthält alle Regelungen für langzeitarbeitslose Menschen. Umgesetzt wird es von den Grundsicherungsträgern.

Die AWO bietet Arbeitsgelegenheiten für Jugendliche und Erwachsene an - Zusatzjobs nach § 16 d SGB II. Zusätzlich zum Arbeitslosengeld II wird eine Mehraufwandentschädigung gezahlt. Die wöchentliche Beschäftigungszeit beträgt zwischen 20 und 30 Stunden pro Woche. Der Einsatz erfolgt in unserem Projekt Second Chance/Praxis für Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr.